Der verzweifelte Kampf von Google gegen Facebook

     

Google versuchte schon in den letzten Jahren mit verschiedenen Projekten ein soziales Netzwerk aufzubauen. Bisher endeten die meisten Projekte als Flops. So wurde Google Buzz, eine Twitter-Alternative, nach anfänglichem Hype schon nach kurzer Zeit nur noch wenigen Usern tatsächlich genutzt. Auch Orkut, ein Soziales Netzwerk welches Ähnlichkeiten mit Facebook hat, schaffte den internationalen Durchbruch nicht und verlierte gegenüber Facebook Marktanteile. Auch andere Google-Projekte auf diesem Bereich hatten nur mäßigen Erfolg.

Mit Google+ soll anders werden. Ein durchdachtes User Interface, leicht verständliche Privacy Settings und tolle Features wie Videotelefonie machte das neue soziale Flagschiff von Google zum Liebling der Medien. Google+ kam bei den Nutzern sehr gut an. Trotz einer undurchsichtigen Einladungspolitik meldeten sich innerhalb von 5 Wochen 25 Millionen Nutzer an. Das ist zwar eine beachtliche Zahl, aber im Vergleich zu Facebook (ca. 670 Millionen User) immer noch gering. Außerdem wurden im Juli Berichte über das Fallen von Zugriffen bekannt. Ob der Bericht der Wahrheit entspricht kann man jedoch nicht nachprüfen.

Jetzt erlaubte Google die Anmeldung für alle Nutzer ohne Einladung. Der größte Nachteil von Google+ ist der Umfang der Nutzer. Während bei Facebook auch Menschen angemeldet sind, die sich mit dem Internet kaum beschäftigen, findet man bei Google+ hauptsächlich in­ter­net­af­fine Nutzer.

Facebook hat derzeit – mit der höheren User-Zahl – die stärkere Position. Außerdem baute Facebook die Alleinstellungsmerkmale von Google+ nach.

Google weiß das und bewirbt nun mit einer noch nie dagewesenen Kampagne auf der Startseite das Soziale Netzwerk:

Google Plus Werbung

2 Antworten to “Der verzweifelte Kampf von Google gegen Facebook”
  1. gutu 22 September 2011 at 12:14 #

    @Mark: Die Intention der Einladungen bei Google Plus waren mir schon klar, aber anfangs war das nicht gerade gut umgesetzt

  2. Mark 21 September 2011 at 17:02 #

    Die undurchsichtigen Einladungspolitik war Teil des Marketings. Man hat versucht G+ viral zu bewerben und die Leute mit den Exklusivitätsnimbus zu locken. Es hat auch super funktioniert.

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