Mountain Lion: Apple zeigt Vorschau auf das neue Betriebssystem

     

Apple hat das Betriebssystem Mac OS X Lion (10.7) erst im Juli 2011 veröffentlicht. Nun gibt Apple die erste Vorschau auf die neue Version 10.8! Diese nennt sich Mountain Lion (Berglöwe). Die ähnlichen Namen der Versionen suggerieren nur einen kleinen Sprung. So wie beim Update von Leopard (10.5) auf Snow Leopard (10.6), bei welchem nur an der Geschwindigkeit und der Größe des Systems gearbeitet wurde. Ein erster Blick auf die neue Version zeigt, jedoch größere Änderungen.

Bei Lion entschloss sich Apple viele Features, die man von iOS (iPhone, iPad) kennt, in Mac OS X unterzubringen. Bei Mountain Lion setzt sich der Trend fort.

So wurde der im Oktober gestartete Cloud-Service von Apple, iCloud, tiefer ins System eingebaut. Man kann somit Dateien, die man mit Pages bearbeitet hat auf iCloud speichern. Mit den mobilen Apps kann man dann die selben Dokumente unterwegs weiter bearbeiten. Bisher war das nicht möglich. Zwar wurden die Dokumente in iCloud gespeichert und man konnte mit dem iPad und iPhone die Dateien bearbeiten, aber am Mac musste man die Dateien vor dem bearbeiten von icloud.com herunterladen. Diese Service-Lücke soll u.a. bei iCloud geschlossen werden.

Auch das mit iOS 5 eingeführte iMessages findet den Weg auf dem Mac. So soll man Nachrichten direkt an iPhones und iPads schicken können. Das Programm Messages ersetzt die Apple-Software iChat. Messages unterstütz wie schon iChat auch IM Protokolle (AIM, Google Talk, Jabber und Yahoo Messenger).

Außerdem werden die iOS-Apps “Notizen” und “Erinnerungen” für den Mac zur Verfügung gestellt. Ebenso wird es ein “Notification Center” geben. Hier werden alle Nachrichten vom System zusammengefasst.

Weitere iOS-Features haben es auch zum Berglöwen geschafft. So wird es ein “Game Center” für Spiele geben und eine systemweite Twitter integration. So kann man von verschiedenen Programmen Links, Texte und Bilder mit Hilfe des Microblog-Service Twitter teilen. Ebenso wird erstmals “AirPlay Mirroring” möglich sein. So kann man den Bildschirminhalt des Macs mit Hilfe von “Apple TV” auf den Fernseher zaubern.

Ein umstrittene Funktion wird “Gatekeeper” werden. Dieses Feature soll die Nutzer vor Schadprogrammen schützen. Es ermöglicht die Einstellung, dass nur Software installiert werden kann, die vom Mac App Store heruntergeladen wurde oder von autorisierten Entwicklern programmiert wurde. Zwar wird es auch weiterhin die Funktion geben, dass man alle Programme wie bisher installieren kann, aber in den Standardeinstellungen sind nur Installationen vom Mac App Store sowie autorisierte Entwickler möglich.

Das neue Betriebssystem wird im Sommer 2012 erscheinen und wahrscheinlich so viel kosten wie der Vorgänger.

Mehr unter TechCrunch und Engadget

Apple berichtet auch auf der eigenen Seite über das neue Betriebssystem.

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